Nachdem es etwas ruhig geworden ist, folgt nun die kurze Erklärung.

In den letzten Tagen war unsere Internetverbindung öfters gestört, Firmen E-Mails gingen garnicht, und auch meine privaten sowie dieses Blog waren kaum zu erreichen.

Alles in Allem geht es uns hier ganz gut, es liegen noch ein paar Tage vor uns und dann geht es am Freitag ab nach Frankfurt in die Heimat.

Am Wochenende habe ich es dann endlich mal geschafft Postkarten los zu schicken, welche hier in einem Umschlag verschickt werden, der auf der Vorderseite mit Briefmarken zugepflastert wird. Nach Deutschland kostet das dann aber immer noch keinen Euro. Einziges Manko, es gibt hier keine Postkarten wie man es gewohnt ist mit Bildern, sondern alle Karten sagen “Happy New Year” in verschiedenen Variationen.

Ich hoffe, dass die Karten kurz nach Weihnachten eintreffen :)

Obwohl Changchun eine kleine (7,5 Mio Einwohner) Industriestadt ist, kommt man mit Englisch kaum weiter. Beim Einkaufen hilft meist nur Zeichensprache, weil auch das Lesen unserer Lateinischen Schrift ein Problem darstellt und kein Übersetzer greifbar ist. So wundert es auch nicht, dass man in einer Mall statt eine ATM (Geldautomat) aufzusuchen mit der Verkäuferin im Taxi quer durch die Stadt fährt, zur Bank of China, um dort Euros zu wechseln und im Endeffekt dort die ATM besucht, weil Euros wechseln nur von Montag bis Freitag möglich ist, nicht Samstags.

Nochmal ein kleiner Nachtrag zum Thema Essen, was bei uns erzählt wird, dass man sich vorher zu Hause gut satt essen sollte ist schlicht weg falsch. Wir haben hier diverse Fast Food Ketten in der Nähe wie KFC, Pizza Hut, Mc Donalds. Also das Überleben ist irgendwie gesichert (Ein Abendessen mit Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch kostet ca. 100 RMB, was rund 11 € entspricht). Jedoch auch das “traditional chinese food” ist sehr gut und nicht so schlimm wie man denkt. Einziges Manko, es wird halt gerne scharf und mit Knoblauch gekocht.

In diesem Sinne gehe ich nun Frühstücken :)


Leave A Comment, Written on Dezember 12th, 2011 , China Tags: , , , , ,

Wir sind nun seit fast einer Woche in China, und manche Dinge wundern mich gar nicht mehr, andere um so mehr.  So sind wir trotz der recht häufigen und auch relativ langen Autofahrten jeden Tag (bis zu 2 Stunden jeden Tag im Auto in der Stadt) erst an 4 Verkehrsunfällen vorbei gekommen, 2 Blechschäden, ein umgestürzter LKW Auflieger und ein angefahrener Fußgänger den die Polizei gerade an Seite trug. (jedoch äußerlich nicht sichtbar verletzt war) Bei dem Fahrstil hier vor Ort hätte ich da mit deutlich höheren Raten gerechnet. Das wichtigste Bauteil am Auto ist im Übrigen die Hupe, ohne Hupe geht hier gar nichts (ohne Nummernschild hingegen schon, wenn man sich nicht erwischen lässt).

Unser Marktbesuch gestern Mittag nach dem Essen, wundert mich hingegen in keinster Art und Weise. Wir sind in einer Seitenstraße ausgestiegen und fanden uns in einer anderen Welt wieder. Diese Spiegelt das wieder, was man aus den Hollywood streifen kennt, allen möglichen Krempel (von den garantiert geeichten Messgeräten, über Gullideckeln hin zu Kabelrollen) konnte man auf der Straße alles erwerben. Noch spannender wurde es jedoch als wir einen dieser “Läden” schließlich betraten. Auf einer Art Estrichboden wurde dort direkt hinter der Türe eine Pumpe versucht zu reparieren, so dass man als Besucher natürlich erstmal drüber stürzt.  Auch ansonsten machte der Laden wo wir schließlich auch fanden was wir suchten, einen Eindruck, der die Ludolfs als streng geordnetes Lagerhaus aussehen lässt, jeder Schritt muss überdacht sein.
Draußen gab es dann die obligatorischen “Nahrungsmittelstände”, hier gab es dann Fisch und Huhn am Stück, selbstverständlich mit garantiert eingehaltener Kühlkette, immerhin war es draußen nie wärmer als -3°C.

Was den Strom hier betrifft, so muss man Sonntagsmittags durchaus schon mal damit rechnen, dass dieser einfach abgeschaltet wird, weil Sonntags arbeitet normalerweise keine Fabrik, okay wir danach auch nicht mehr. Die Abschaltung war aber in Anbetracht manch abenteuerlicher Verdrahtungen hier vielleicht auch besser so, ein 80 Ampere Abgang wird gerne mal mit 1,5mm² ( < 16A) Kabel angeschlossen, man braucht schließlich Strom und wenn der Stecker nicht in die Steckdose passt, auch kein Problem, Stecker ab und die abisolierten Drähte in die Dose gesteckt. Ich möchte nicht wissen wie viele Leben dies pro Jahr fordert.

Da wir ja zwangsweise lahmgelegt wurden sind wir also auf in die Stadt zur Einkaufs- und Sightseeingtour, wobei letztere sehr kurz ausfiel, es gibt hier einfach keinen Grund als Tourist her zu kommen. Dem entsprechend schwer ist es auch Postkarten zu bekommen, das lokale Postamt hat irgendwelche Happy New Year Karten ausliegen, die dann in einen Briefumschlag kommen und als Brief verschickt werden. Die Briefmarken dafür, Umgerechnet rund 80 ct bis Germany, muss man mit Kleber auf das Couvert aufbringen, was dann zu einem Viertel mit Marken belegt ist, ein weiteres Viertel nimmt irgend ein chinesischer Aufdruck ein.
Daneben gab es für mich noch einen nicht gerade schönen (olivgrün) chinesischen Wintermantel, welcher zwar nicht toll ausschaut oder modisch etwas her macht, aber super warm ist.

Zum Abendessen ging es dann auf zum Dumpling essen in ein traditionelles Restaurant. Am Eingang konnte man zur Linken direkt die Vorratskammer begutachten, welche noch munter im Aquarium umher schwamm oder schon auf Eis lag. Vertrauenserweckend nicht?
Am Tisch gab es dann erstmal eine Überraschung, als uns versehentlich der Teller vom Nachbartisch auf die Platte gestellt wurde, welcher einen Stapel Entenköpfe enthielt, was jedoch erst bei genauerem Hinsehen auffiel.
Zu Essen gab es schließlich Entenfuß (was an sich ein wenig knorplig aber nicht verkehrt schmeckt), Schweinerippchen (welche eigentlich reiner Knochen sind, mit ein wenig Fleisch daran), Dumplings (Teig gefüllt mit Fleisch und Gemüse, ähnlich Tortelini, aber nicht mein Fall), Pilze im Speckmantel und ein paar andere harmlose Dinge (Glasnudeln, die an Gelantine erinnerten Beispielsweise).

Fotos:  http://www.amazing-photographs.com/index.php/China-2011?page=3


Leave A Comment, Written on Dezember 4th, 2011 , China Tags: , , , ,

Vorab an alle die mir per E-Mail geschrieben haben oder schreiben wollen, es kann durchaus vor kommen, dass Mails von mir stark verzögert oder gar nicht bei euch ankommen! Hintergrund ist hier die Great Chinese Firewall und meine endlos langsame Internetverbindung hier im Hotel. (Das Hochladen ein paar kleiner Fotos dauert Beispielsweise bis zu eine halbe Stunde für 8 Stück a 100 KB)

An den Chinesischen Verkehr gewöhnt man sich so langsam aber sicher, auch dass dort mitten im Berufsverkehr jemand auf der Straße steht und zwischen all den Autos (Tempo 50-80 in der Stadt) mit einer Schaufel die Straße reinigt. Bilder dazu gibt es unter: http://www.amazing-photographs.com/index.php/China-2011?page=2

Interessant ist es, dass es bei Außentemperaturen zwischen -8 und -18°C am Tag heute brauch ist die Heizung Tagsüber aus zu schalten. Im Pizza Hut heute war es Mittags eisig kalt, die Heizung wird nur Abends, über Nacht und am frühen Morgen eingeschaltet… Ich glaube ich bin im falschen Film?

Dafür war es um so interessanter heute Abend “Hot Pot” (frei: Feuertopf) essen zu gehen, was hier wohl eine längere Tradition hat. Zu beginn war ich skeptisch als wir unseren separaten Raum betraten wo schon die Brenner für jeden Teilnehmer bereit standen. Zur Auswahl standen 2 “Suppenbrühen” welche als Grundlage dienten eine normale und eine schärfere (wo jede in Deutschland zu bekommende Gulaschsuppe schärfer ist), diese wird über dem eigenen Brenner kochend gehalten und man kann verschiedene Dinge darin garen. Beispielsweise Fleischscheiben oder Rollen (welche an Schinken erinnerten) und dazu Gemüse und Salat. Mir hat’s gefallen :)
Einzig sollte man es vermeiden Weißwein (“white wine”) zu ordern, man erhält dann nämlich keinen Traubensaft, sondern eine weiße Flasche, welche nichts anderes als reinen Reisschnaps enthält…

Ich hoffe auf morgen, dass es etwas wärmer wird, zumindest in unserer Halle wo die Heizung im Moment etwas unterdimensioniert ist aber immerhin wird daran gearbeitet, und sämtliche noch offenen Lieferungen eintreffen.

Eine Sache überrascht mich jedoch, wenn in China so viel kopiert werden soll frage ich mich doch wie die das machen, nachdem ich Zeuge wurde, wie 7 Leute versucht haben eine Gasflasche anzuschließen und dann immer noch gescheitert sind.

Alles wird Gut ;)


Leave A Comment, Written on Dezember 1st, 2011 , China Tags: , , , ,

nach ein paar Kämpfen mit dem Internetzugang im Hotel und der Great Chinese Firewall habe ich es nun geschafft die ersten Bilder hoch zu laden, die einen kleinen Eindruck unserer Situation übermitteln sollen.

Die Stadt Changchun ist gewöhnungsbedürftig, auch wenn es eine industrielle Stadt ist, so macht diese einen sehr heruntergekommenen Eindruck, was aber auch an der Situation in China generell liegen kann. Schlaglöcher in den Straßen, die Knöcheltief sind und bis zu 1,5 Metern im Durchmesser.

Was direkt auffällt, wenn man als Europäer auch nur versuchen würde hier Auto zu fahren  währe das eindeutig ein Fall von suizidaler Veranlagung. Hier wird von der dritten Spur auf den Standstreifen gezogen, zwischen verschiedenen Fahrzeugen hindurch, um dort ein Fahrzeug zu überholen und direkt wieder auf die dritte Spur zu ziehen und dann in den Gegenverkehr zum überholen. Auch als Beifahrer vorne brauch man starke nerven und eine Portion Mut.

Das Wetter ist okay, trocken, aber eisig kalt, so kalt, dass der Schal gerne vor der Nase sitzt damit die Luft nicht allzu brennend ist. Bewegen tun wir uns hier zwischen -9 und -21°C.

Was das Essen angeht,  ich hatte gestern Mittag Kontakt mit der Kantine unserer Firma hier vor Ort, traditionelles Chinesisches Essen mit Stäbchen und alles was dazu gehört. Das ist auch der letzte Kontakt gewesen, gestern Abend gabs Pizza Hut, heute KFC und Pizza Hut :)

 

Weiteres folgt …


1 Comment, Written on November 30th, 2011 , China Tags: , ,

Der erste Tag in Changchun ist nun dem Ende geweiht.  An diesem Tag gab es bereits viel neues und ungewohntes zu sehen:

- Zebrastreifen auf einer Autobahn

- Das was man hier in China als “Essen” serviert bekommt (ich hab keinen Schimmer was ich bislang gegessen habe)

- Die Fahrweise der Taxi und Chauffeurfahrer.(Rechts über den Standstreifen oder zwischen 2 Fahrezugen hindurch überholen).

Immerhin, das erste was es am Flughafen in Peking zu sehen hab war ein Plakat “Willkommen bei Freunden)

Photos wie gehabt unter http://www.amazing-photographs.com/index.php/China-2011

 


Leave A Comment, Written on November 29th, 2011 , China Tags: , ,

Nun ist es soweit, ich bin erfolgreich in Changchun angekommen, aktuell ist es hier auf Grund der Zeitverschiebung kurz nach 15 Uhr (also +7 Stunden), und so langsam aber sicher freue ich mich dann auch mal auf ein Bett :)

Soweit als erste Statusmeldung, ein ausführlicherer Bericht des ersten Tages und erste Bilder folgen, wenn alles gut geht heute noch ;)


Leave A Comment, Written on November 29th, 2011 , China

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