Fast 3 Wochen China neigen sich dem Ende entgegen.  Gleich geht es auf zum Flughafen, und dann zurück in die Heimat.  Nachfolgend ein kleines Fazit.

China ist in meinen Augen immer noch ein Entwicklungsland, nicht die “die haben über Nacht die Maschine kopiert” Nation. Lebens- und Arbeitsverhältnisse hier sind nicht einmal annähernd mit Europa (besonders nicht mit Deutschland) vergleichbar.
Arbeitssicherheit als Beispiel ist kaum vorhanden, elektrische Leitungen, die mit Isolierband verlängert werden oder falsch abgesichert, Schweißarbeiten ohne Schild…
Auch der Straßenverkehr ist rein reines Abenteuer, Zebrastreifen die nur der Dekoration dienen, Fußgängerampeln die auch nicht mehr sind als anzuzeigen, wann es nicht ganz so gefährlich ist die Straße zu kreuzen, nicht vorhandener Winterdienst und somit zentimeterdickes Eis auf den Straßen, von Tempolimits und TÜV rede ich besser garnicht erst.
Das Essen hier vor Ort ist für einen Europäer erstmal ungewohnt, es gibt fast immer Reis welcher zusammen pappt, damit man ihn auch mit den Stäbchen essen kann. Als Vergleich werden hier Speisen zubereitet aus Bestandteilen die bei uns eher in der Tonne landen würden, wie z.B. Entenhals (sehr lecker) oder Entenfüße oder Frosch, je nachdem wo man landet könnte man anhand der Speisekarte auch die Artenschutzliste bedrohter Tierarten aktualisieren.
Generell sollte man bei der Wahl “scharfer” Speisen vorsichtig sein, mir sind hier vor Ort Gerichte begegnet, welche ich auch probiert habe, wo ich bezweifele, ob es überhaupt erlaubt ist diese bei uns ohne Warnhinweis zu servieren.  Einen enormen Vorteil hat es natürlich für die Bevölkerung hier, die Gefahr, dass solche Speisen von Tieren/Bakterien befallen werden ist geringer.

Ein kleines Nachwort zum Straßenverkehr, ein Führerschein hier kostet rund 600 RMB (ca. 68€),  somit wundert mich der Fahrstil nicht, in einen Kreisverkehr wird im rechten Winkel eingefahren und auch wieder ausgefahren, und zwischen drinn versucht man auf der inneren Spur vorwärts zu kommen und blockiert bei der Ausfahrt die anderen Spuren. Selbstverständlich ohne Blinker.

 

Alles in allem habe ich hier eine ganze Menge erlebt, dass es den Umfang dieses Blogs sprengen würde, wenn ich alles niederschreibe.
Manches davon klingt für Außenstehende und Daheimgebliebene so unglaubwürdig, dass man es sich nicht vorstellen kann, wenn man nicht hier war und es selber erlebt hat (ein Haufen Leute, die versuchen eine Gasflasche anzuschließen als Beispiel).
Zur Abreise gleich, fährt das Wetter noch mal ordentlich auf und verabschiedet uns mit -25°C, gefühlt irgendwo weit da drunter.

Written on Dezember 15th, 2011 , China Tags: , , , ,

Nachdem es etwas ruhig geworden ist, folgt nun die kurze Erklärung.

In den letzten Tagen war unsere Internetverbindung öfters gestört, Firmen E-Mails gingen garnicht, und auch meine privaten sowie dieses Blog waren kaum zu erreichen.

Alles in Allem geht es uns hier ganz gut, es liegen noch ein paar Tage vor uns und dann geht es am Freitag ab nach Frankfurt in die Heimat.

Am Wochenende habe ich es dann endlich mal geschafft Postkarten los zu schicken, welche hier in einem Umschlag verschickt werden, der auf der Vorderseite mit Briefmarken zugepflastert wird. Nach Deutschland kostet das dann aber immer noch keinen Euro. Einziges Manko, es gibt hier keine Postkarten wie man es gewohnt ist mit Bildern, sondern alle Karten sagen “Happy New Year” in verschiedenen Variationen.

Ich hoffe, dass die Karten kurz nach Weihnachten eintreffen :)

Obwohl Changchun eine kleine (7,5 Mio Einwohner) Industriestadt ist, kommt man mit Englisch kaum weiter. Beim Einkaufen hilft meist nur Zeichensprache, weil auch das Lesen unserer Lateinischen Schrift ein Problem darstellt und kein Übersetzer greifbar ist. So wundert es auch nicht, dass man in einer Mall statt eine ATM (Geldautomat) aufzusuchen mit der Verkäuferin im Taxi quer durch die Stadt fährt, zur Bank of China, um dort Euros zu wechseln und im Endeffekt dort die ATM besucht, weil Euros wechseln nur von Montag bis Freitag möglich ist, nicht Samstags.

Nochmal ein kleiner Nachtrag zum Thema Essen, was bei uns erzählt wird, dass man sich vorher zu Hause gut satt essen sollte ist schlicht weg falsch. Wir haben hier diverse Fast Food Ketten in der Nähe wie KFC, Pizza Hut, Mc Donalds. Also das Überleben ist irgendwie gesichert (Ein Abendessen mit Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch kostet ca. 100 RMB, was rund 11 € entspricht). Jedoch auch das “traditional chinese food” ist sehr gut und nicht so schlimm wie man denkt. Einziges Manko, es wird halt gerne scharf und mit Knoblauch gekocht.

In diesem Sinne gehe ich nun Frühstücken :)

Written on Dezember 12th, 2011 , China Tags: , , , , ,

nach ein paar Kämpfen mit dem Internetzugang im Hotel und der Great Chinese Firewall habe ich es nun geschafft die ersten Bilder hoch zu laden, die einen kleinen Eindruck unserer Situation übermitteln sollen.

Die Stadt Changchun ist gewöhnungsbedürftig, auch wenn es eine industrielle Stadt ist, so macht diese einen sehr heruntergekommenen Eindruck, was aber auch an der Situation in China generell liegen kann. Schlaglöcher in den Straßen, die Knöcheltief sind und bis zu 1,5 Metern im Durchmesser.

Was direkt auffällt, wenn man als Europäer auch nur versuchen würde hier Auto zu fahren  währe das eindeutig ein Fall von suizidaler Veranlagung. Hier wird von der dritten Spur auf den Standstreifen gezogen, zwischen verschiedenen Fahrzeugen hindurch, um dort ein Fahrzeug zu überholen und direkt wieder auf die dritte Spur zu ziehen und dann in den Gegenverkehr zum überholen. Auch als Beifahrer vorne brauch man starke nerven und eine Portion Mut.

Das Wetter ist okay, trocken, aber eisig kalt, so kalt, dass der Schal gerne vor der Nase sitzt damit die Luft nicht allzu brennend ist. Bewegen tun wir uns hier zwischen -9 und -21°C.

Was das Essen angeht,  ich hatte gestern Mittag Kontakt mit der Kantine unserer Firma hier vor Ort, traditionelles Chinesisches Essen mit Stäbchen und alles was dazu gehört. Das ist auch der letzte Kontakt gewesen, gestern Abend gabs Pizza Hut, heute KFC und Pizza Hut :)

 

Weiteres folgt …

Written on November 30th, 2011 , China Tags: , ,

Eben bin ich über einen Artikel der FAZ gestolpert wo von einem Staatsanwalt berichtet wird, der seit, man höre und staune, 2001 einen Arbeitsrechner mit Internetanschluss hat und sich jahrelang mit der Kinderpornographie im Netz beschäftigt hat. Dem allerdings ein Kommentar zu den Netzsperren (welche durch den Artikel wohl nochmal in Erinnerung gerufen werden sollen) von höhere Ebene untersagt wird, und auch sonst für keinerlei “politisches Statement” zur Verfügung steht.
Berichtet wird von einem, von inzwischen wohl vielen, Selbstversuchen, welche die Löschen statt Sperren Mentalität unterstützen sollen, allerdings wird man beim lesen den Eindruck nicht los, dass sich der Artikel eigentlich für die Netzsperren und Stopschilder aussprechen möchte.

Die beste Aussage im ganzen Artikel, wo ich liebend gerne mit dem Kopf auf die Tischplatte gehauen hätte, stammt vom Verein Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) in Berlin, welcher die Installation einer Schutzsoftware empfiehlt um “Pornographische Seiten” auszublenden, frei nach “was ich nicht sehe ist auch nicht da”.

Wer sich selber ein Bild machen möchte:
Artikel der FAZ

Written on Januar 9th, 2010 , Archive Tags: , , , , , , , ,

Nun ist die Impfung doch schon sage und schreibe 2 Wochen her, und was soll ich sagen?
Merken tu ich garnichts, es fühlt sich quasi an als währe da nie etwas gewesen, die einzige Erinnerung, ein kleiner Vermerk im Impfpass, sonst nichts.

Ob ich es bereue?
Bislang kein bissschen. OK die Langzeitwirkung ist nicht erforscht, aber wie ich schon sagte, davor habe ich keine Angst ;)

Was nur auffällt, aus den Medien scheint das Thema langsam zu verschwinden, vielleicht war es doch nur übertrieben? – Abwarten

Ab nun wird wieder etwas häufiger gebloggt, schließlich sollte ich jetzt auch wieder Zeit dazu finden.

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